Alte Berichte wissen, dass schon 150'000 Jahre vor Christi Drogen und Heilkräuter verwendet wurden.
Im 13. Jahrhundert dürfte die erste Apotheke aus einer Materialwarenhandlung hervorgegangen sein. Man wird sich die Entstehung dieser ersten Apotheken so zu denken haben, dass sich diese allmählich aus Gemischtwarenhandlungen, die auch Kräuter, Drogen und Arzneimittel führten, bildeten. Eine Reihe von Beispielen weisen darauf hin, dass Material- warenhandlungen zunächst zu «wilden» und dann durch Anerkennung und Privilegierung zu richtigen Apotheken wurden.
1695 brachte eine Verordnung dem Apotheker Schutz, welche indessen zwischen den konzessionierten und nicht privilegierten Apotheken Differenzen brachte. Aus diesen Differenzen heraus entstanden sehr- wahrscheinlich, die sog. Medizinal-Drogerien. In der Schweiz kennt man Drogerien seit über 100 Jahren. 1899 schlossen sich kantonale Sektionen zum Schweizerischen Verband zusammen.
1933 übernahm Herr Strahm das «Bonneteriehaus» am Kirchrain und so entstand die erste Drogerie in Hägendorf.
1939 kaufte Aime Ladriere die Drogerie Strahm.
1940 Am Kirchrain hielt es ihn nicht lange. Getreu der Erkenntnis, dass ein Ladengeschäft zu den Kunden gehen muss, liess er sich im Zentrum nieder, in der alten Post an der Solothurnerstrasse. Aime Ladriere schuf aus der kleinen Drogerie nicht nur einen modernen Betrieb, zahlreiche angehende Drogisten verdanken ihm auch eine gute und zeitgemässe Ausbildung, vor allem erwarb er sich weit und breit über die Dorfgrenzen hinaus den Ruf als "Ladi der Landarzt". Das ist eine Auszeichnung der besonderen Art. Sie setzt Vertrauen voraus. Aufopferung und Liebe zum Beruf und zu den Mitmenschen, die ihm ihre Ängste, Nöte und Bresten klagten und denen er nach bestem Wissen und Gewissen half.
1972 verkaufte Aime Ladriere das Geschäft seinem Sohn Peter, der es im selben Jahr durch einen Umbau beträchtlich erweiterte. Wer jahrzehntelang seinen Beruf mit Verstand und Herz ausgeübt hat, zieht keinen abrupten Schluss-Strich: Vater Aime Ladriere stand seinem Sohn Peter bis kurz vor seinem Ableben im Jahre 1990 mit Rat und Tat zur Seite.
Vom Juli-Oktober 1996 wurde die bestehende Drogerie baulich vergrössert, wo das Angebot im Medizinalbereich erweitert wurde, d. h. konkret: Hägendorf verfügt über eine Apotheke. Dabei soll der Drogeriebereich mit seinen kosmetischen und chemisch-technischen Produkten nicht zu kurz kommen, ganz im Gegenteil. Nach diesem Ausbau steht Hägendorf und der Region ein eigentliches Gesundheitszentrum zur Verfügung, bestehend aus den Abteilungen: Apotheke, Drogerie, Sanitätsgeschäft, Reform, Heilkräuter, Frischpflanzentinkturen, Homöopathie, Medikamenten, Bachblüten, Kosmetik, Parfümerie, Foto, Schwimmbadartikel etc. mit grosszügig gestalteten Verkaufsräumen. Das Warensortiment der Hägendörfer Apotheke-Drogerie umfasst heute als ein Angebot von ca. 25'000 verschiedenen Artikeln, welches ein vertieftes Wissen über Herkunft Herstellung und Eigenschaften der angebotenen Waren und Präparate verlangt.
Nach wie vor aber steht die fachkundige Beratung der Kundschaft im Vordergrund. |